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 Die Lieblingstochter

Verena


Herkunft und Bedeutung:
Verena kommt vermutlich vom spätlateinischen verenus (glaubwürdig), abgeleitet von verus (wahr, echt). Oft wird der Name auch mit „die Scheue“ oder „die Gottesfürchtige“ (zu lat. vereri: scheuen, fürchten, verehren) übersetzt, oder es wird eine Herkunft aus dem Keltischen von Belena („die Weiße“ oder „die Weise“) vermutet.
Die Heilige Verena von Zurzach ist eine der meistverehrten Heiligen der Schweiz. Auch heute noch heißen viele Schweizerinnen Verena und werden Vreni, Vrene, Vreneli oder Nena gerufen. Verena ist eine Art „Urmutter“ der Schweiz. Sie kommt in Ortsnamen wie Vereinapass, Vrenelisgärtli oder im Volkslied Vreneli ab em Guggisberg vor. Die Hörspieltrilogie Jimmy-Flitz e Reis dür d Schwyz von Roland Zoss widmet sich ganz der Suche nach dieser mythologischen Frauengestalt. Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg bürgerte sich für eine Goldmünze mit einem Frauenkopf, der eigentlich die Helvetia darstellen sollte, der Name „Goldvreneli“ ein.
Namenstag: ist der 1. September.
Bekannte Namensträgerinnen
  • Verena Becker ( 1952), Mitglied der „Bewegung 2. Juni“
  • Verena Bentele ( 1982), deutsche Biathletin
  • Verena Diener ( 1949), Schweizer Politikerin
  • Verena Kast ( 1943), Schweizer Psychologin
  • Vreni Margreiter ( 1956), Schweizer Sängerin
  • Verena Mundhenke ( 1978), deutsche Schauspielerin, Filmregisseurin und Model
  • Vreni Schneider ( 1964), Schweizer Skirennfahrerin
  • Verena Späthe ( 1958), deutsche Politikerin
  • Vreni Spoerry ( 1938), Schweizer Politikerin
  • Verena Stefan ( 1947), deutsch-schweizerische Schriftstellerin
  • Verena Wriedt ( 1975), deutsche Journalistin und Fernsehmoderatorin


Die große Leidenschaft von Verena ist das Reiten, speziell die Dressur

Dressurreiten ist eine Disziplin des Pferdesports, bei der die natürlichen Veranlagungen des Pferdes durch gymnastische Übungen gefördert und verfeinert werden. Das Dressurreiten hat das rittige Pferd zum Ziel, das auf minimale Signale („Hilfen“) hin zum exakten Ausführen einer gewünschten Aufgabe („Lektion“) veranlasst werden kann. Die dressurmäßige Ausbildung des Pferdes stellt die Grundlage jeder reiterlichen Betätigung dar und findet ihre Vollendung in der Hohen Schule. Maßgeblich für die Ausbildung aller Pferde in der Dressur ist die sogenannte Skala der Ausbildung.
Dressurreiten fördert und verfeinert die natürlichen Bewegungen des Pferdes und ermöglicht ihm, das Gewicht des Reiters optimal zu tragen und trägt dadurch zur Gesunderhaltung des Pferdes bei. Dressur bedeutet in diesem Zusammenhang weniger das Konditionieren des Pferdes auf Kommandos in Sinne einer Freiheitsdressur als vielmehr die Gymnastizierung und Sensibilisierung des Pferdes zur Erhöhung von Kraft, Beweglichkeit und Durchlässigkeit.
Auf Turnieren werden Reiter und Pferde in Dressuraufgaben mittels einer Wertnote von 0 (nicht gezeigt) bis 10 (ausgezeichnet) bewertet. Es wird entweder eine Note für die gesamte Aufgabe vergeben oder eine Gesamtnote, die sich aus separaten Noten für jede einzelne Lektion der Aufgabe ergibt. Die Prüfungen werden auf einem genormten Dressurviereck einzeln oder in kleinen Gruppen durchgeführt und von bis zu 5 Richtern gemeinsam oder einzeln bewertet.
Die Dressuraufgaben bestehen aus einer bestimmten Anzahl von Lektionen, die in einer bestimmten Reihenfolge oder, in einer Kür, auch mit Musikuntermalung in frei gewählter Abfolge gezeigt werden. Das Pferd bewegt sich dabei in den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp auf geraden und gebogenen Linien (Bahnfiguren), vorwärts, seitwärts oder auch rückwärts. In den höheren Disziplinen der Dressur werden kompliziertere Bewegungsabläufe gezeigt (Traversale, Passage, Piaffe, Galopppirouette etc.)
Bewertet werden der Sitz und die Hilfengebung des Reiters, die Bewegung und die Rittigkeit des Pferdes sowie die Korrektheit der Ausführung der verlangten Lektionen.
Das Dressurreiten als Sport entstand Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Vergleich zwischen Offizieren und war, wie die meisten reitsportlichen Disziplinen, anfangs ausschließlich diesen vorbehalten. Das Reglement der seit 1912 olympischen Sportart geht auf die militärischen Anforderungen der europäischen Kavallerien zurück. Heute sind weltweit Frauen im Dressursport führend. Deutschland ist seit Jahrzehnten auch auf Grund seiner Erfolge in der Pferdezucht dominierend im Dressursport; es ist mit die erfolgreichste Sportart, in der deutsche Sportler international antreten.


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© Erich Birti